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Historischer Gutshof

Eine romantische Liebe und ein kaltblütiger Mord stehen am Beginn der Geschichte des Klosters Zscheiplitz. Adelheid, die Gemahlin des sächsischen Pfalzgrafen Friedrich III. von Goseck soll in heimlicher Liebe zum Thüringer Landgrafen Ludwig dem Springer entbrannt sein. Die gemeinsame Verschwörung der Liebenden gipfelte schließlich 1085 in der Ermordung des Pfalzgrafen in den Wäldern von Zscheiplitz.- so erzählt es die Sage. Als Sühneleistung für den Pfalzgrafenmord stiftete Ludwig das Benedektinerkloster Reinhardsbrunn und trat dort selbst als Mönch ein. Adelheid hingegen ließ zur Buße für die Mordtat in Zscheiplitz eine Kirche errichten, die Ludwig nach ihrem Tod 1110 an das Kloster Reinhardsbrunn übereignete. Tatsächlich gibt es urkundliche u.a. Aufzeichnungen über das Benediktiner-Nonnenkloster Zscheiplitz aus dem 13. Jahrhundert.  1215 heißt es in der Reinhardsbrunner Chronik: “Nach Zscheiplitz kommen Nonnen“.

Das Gut

Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1540 aufgelöst, den Nonnen jedoch Wohnrecht bis zum Tode gewährt. Es wurde nun als Rittergut vom Amt Freyburg verwaltet und verpachtet. Unter den Nutzern waren einige wohlhabende Freyburger Familien, die den Hof vergrößerten. Die Klausurgebäude wurden zum Teil als Wohnung oder Verwaltung hergerichtet oder abgetragen. 1870 entstand der heute nicht mehr genutze aber sanierte Wasserturm im Südosten des Gutshofes. 1862 erbauten die Familien von Biela und Tettenborn den ehemaligen Kuh- und Pferdestall. Nach der Bodenreform 1945 und der Enteignung der letzten Besitzerfamilie von Biela wurde das Gut in verschiedene Stücke geteilt, Gebäude wurden abgerissen oder als Wohnraum und Stallungen genutzt. Der Hof bekam den Charakter einer Siedlung.

Die Klosterkirche

Die Zscheiplitzer Klosterkirche zählt zum Typ der sogenannten Chorturmkirchen. Der quadratische Turm befindet sich im Osten und bildet im Untergeschoss den netzgewölbten Altarraum. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde eine Nonnenempore angefügt., desgleichen der kapellenartige Anbau im Norden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde zahlreiche Bauerneuerungen veranlasst. Das einzige wertvolle Stück der älteren Ausstattung ist ein gotisches Kalksteinrelief in der Westarkarde. Dargestellt ist Jesus Christus als Schmerzensmann. Die Arbeit dürfte um 1500 entstanden sein. Nach 1945 verfiel die Kirche immer mehr und konnte erst durch das tatkräftige Engagement einer 1985 gegründeten Bürgerinitiative“ Interessengemeinschaft Klosterkirche Zscheiplitz “ gerettet werden.

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